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Haren 2004 - Wieder ein Erlebnis der besonderen Art

Freitag

Nach einigen Irrfahrten, heftigen Regenschauern und ungefähr hundert Ampeln trudelten nach und nach alle auf dem Hof Lüssing ein, wo Simone uns gleich in Empfang nahm.

Nachdem die Pferde untergebracht, die Hänger geparkt und die restlichen Klamotten in die Häuser gepackt waren, zog es die meisten von uns schon ins Gelände. Schnell waren die Zossen geputzt, gesattelt und getrenst und los ging’s.

Die Spätankömmlinge drehten, aufgrund der beginnenden Dunkelheit, am Abend noch ein paar Runden in der Halle.
Anschließend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen in einem unserer Häuser. Dort stärkten wir uns mit Schnitzeln, Frikadellen, selbstgemachten Salaten sowie einigen alkoholischen Getränken, wie zum Beispiel Kathrins berühmt-berüchtigten, selbstgemachten Maracuja-Schnaps.

Zu späterer Stunde zogen sich alle in ihre Häuser zurück und verbrachten eine ruhige Nacht. 

Alle? Alle bis auf zwei... Diese beiden plagte eine Todesangst, so dass sie kaum ein Auge zu taten. Im Hochbett, in dem sie nächtigen sollten, waren zwei Latten gebrochen. Sie nahmen ihren ganzen Mut zusammen und versuchten trotz der offensichtlichen Einsturzgefahr in diesem Bett zu schlafen. Und siehe da, auch am nächsten Morgen stand das Bett noch, mehr oder weniger fest, an seinem Platz. Erleichterung machte sich breit.

Samstag

Der Samstag begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Brot, Brötchen, Saft, Milch, Tee, Kaffee, Eier, jegliche Arten von Aufschnitt,... Kurzum alles was das Herz begehrt. Lediglich eine Kleinigkeit trübte die Stimmung ein wenig. Unsere Freundin mit dem Geschwindigkeitsrausch war nirgends zu erblicken. Schade.

Nach dem Frühstück starteten wir dann in einzelnen Gruppen zum Ausritt. Die Euro, die Wüste, der ein oder andere Baumstamm und natürlich das Wasser waren hierbei die Ziele aller.

Bis zum Mittag trafen alle wieder bei Lüssing ein und es ging ans Reste-Essen. Vom Vorabend war genügend übrig geblieben, so dass jeder auch ein zweites Mal von den mitgebrachten Köstlichkeiten satt wurde.

Nach einer kleinen Pause, die die meisten fernsehguckend oder schlafend in ihren Häusern verbrachten, war wieder einmal Reiten angesagt. Ein Großteil entschied sich für eine weitere Tour durch das Gelände, während einige andere auf dem Hof blieben, um sich in der Halle an einige Sprünge heranzuwagen. 

Als es auf den Abend zuging, begann das große „Aufbrezeln“. Schließlich wollte niemand dreckig oder gar stinkend Essen gehen. Der riesige Andrang unter den Duschen führte jedoch zu einem erheblichen Warmwassermangel, der den Aufenthalt unter der Dusche um ein vielfaches verkürzte. So wurden wenigsten alle pünktlich zum vereinbarten Abfahrtermin fertig.

Den Abend verbrachten wir in einem gemütlichen griechischen Restaurant, dessen Name allen Beteiligten auf unerklärliche Weise entfallen ist (Es gibt halt Dinge, die man sich besser nicht merkt.). Bei köstlichen und äußerst fettarmen Gerichten stillten wir unseren Hunger.

Wieder in unseren Häusern angekommen, versuchten einige die zuvor aufgenommenen Kalorien durch sportliche Aktivitäten (wie zum Beispiel Sit-Ups) sofort wieder zu verbrennen. Dabei musste auch schon mal ein Bett dran glauben. Andere holten sich dagegen lieber Tipps bei der „Super Nanny“, denn das Leben ist nun mal kein Spiel. Schließlich zogen sich alle auf ihr stilles Zimmer zurück.

Sonntag

Am Sonntag morgen schienen einige unter uns doch recht angeschlagen zu sein. Ob es an dem vorzüglichen Essen oder am Alkoholgenuss des Vorabends lag sei an dieser Stelle offen gelassen.

Wir trafen uns wieder zum gemeinsamen Frühstück und, zu unser aller Freude, erblicken wir eine alte Bekannte in der Reithalle. Mit einem Affenzahn raste sie durch die Bahn.

Nachdem wir uns für den Tag gestärkt hatte, ritten die meisten von uns ein letztes Mal ins Gelände. Noch einmal über die Euro, noch einmal ins Wasser, der letzte übersprungene Baumstamm... Und dann war es vorbei. Etwas wehmütig packten alle ihre Sachen. Die Häuser und die Boxen leerten sich. Nach und nach fuhren die Hänger vom Hof.

Also dann, Tschüß... oder besser... Bis bald! Eure Verena

 

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